Marnitz-Therapie

Die Marnitz-Therapie ist eine Tiefenmassage, die punktuell an Muskelbauch, -ursprung und –ansatz angewandt wird. Durch Verformungs-, Dehn- und Zugreize, die sowohl parallel als auch quer zum Muskelfaserverlauf durchgeführt werden, erzielt man Tastbefund und Wirkung gleichermaßen in einem Arbeitsablauf.

 

Die Griffe der Marnitz-Therapie werden mit den Fingerkuppen oder mit den Daumen ausgeführt. Die Stellung der Finger oder des Daumens richtet sich nach der Gewebebeschaffenheit und der gewollten Eindringtiefe. Arbeitet man mit dosiertem, gleich bleibendem Druck wird eine übermäßige Irritation und Reibung der Haut vermieden.

 

Durch die Grifftechnik wird verspannte Muskulatur gelockert. Der Reiz am Muskel muss aber so dosiert werden, dass eine reflektorisch auftretende Gegenspannung umgangen wird, trotzdem aber der Druck auf den Muskel ausreicht.

 

Der Tastbefund gestaltet den Griff und lokalisiert, wo die Gewebeveränderungen sind. Behandelt wird nur dort, wo das Gewebe von der Norm abweicht. Das heißt, dass z. B.:

  • die Muskelspannung verändert ist
  • sich Myogelosen (knötchenartige Verspannungen) in der Muskulatur befinden
  • die Muskulatur durch andere Erkrankungen geschädigt ist.

 

Mit kleinflächigen und punktförmigen Griffen dringt man mit der Marnitz-Therapie in tiefere Gewebsschichten ein und erreicht neben der örtlichen Wirkung auch bestimmte Fernzonen. Die Zonen, die eine Fernwirkung auslösen, heißen Schlüsselzonen.