Brügger-Therapie



Die Therapie ist nach Dr. med. Alois Brügger (*14.2.1920 - 6.12.2001) benannt, einem schweizer Neurologen und Psychiater, der Krankheiten des Bewegungsapparates und des Nervensystems erforscht hat. In der Brügger-Therapie wird nach Störfaktoren gesucht, die die aufrechte Haltung des Körpers beeinträchtigen, da nach Brügger viele bekannte Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken zurückzuführen sind, die durch eine schlechte Körperhaltung im Alltag entstehen.

 

Der Grundgedanke ist folgender: Bei einem beliebigen Schaden des Organismus werden bestimmte Signale an das zentrale Nervensystem gesandt, um diese Störung bekannt zu geben. Die Folge kann sein, dass unbewusst ein "Schon- oder Schutzprogramm" in Gang gesetzt wird, in dessen Rahmen z. B. bestimmte Bewegungen, die den Schaden vergrößern würden, in ihrer Ausführung verändert werden (Ausweichbewegungen). Dieses Schonprogramm wird dabei oft an einer völlig anderen Stelle ausgeführt als an derjenigen, an der der eigentliche Schaden verursacht wird. Nach Analyse des verursachenden Schadens wird lokal behandelt, oft unter Zuhilfenahme von Wärme (je nach Verordnung des Arztes).